Wenn man „schlecht drauf“ ist...

Vielleicht entsteht hier auf der Webseite wegen meiner grundsätzlich eher positiven Einstellung der Eindruck, dass ich nie schlechte Tage erlebe. Ich kann Euch aber sagen: DOCH! Das kenne ich auch!


Wenn es an dem Tag nicht wichtig ist, wo man ist, dann kann man die schlechte Laune auch den ganzen Tag “pflegen“, sich in seinem Schneckenhaus verkriechen. Oder die schlechte Laune mit unter die Bettdecke nehmen... Das habe ich zu meinen Single-Zeiten an einem Samstag und/oder Sonntag durchaus selber schon praktiziert. Aber was bringt’s...? Richtig: nix! Und bessere Laune schon gar nicht. Besser ging es mir immer erst dann, wenn ich mich um 17 Uhr endlich aus dem Bett geschält habe um eine Runde an der frischen Luft Spazieren zu gehen. Dann ging’s mir wieder besser. Manchmal trotzdem nicht gut; aber besser. Aus dieser Erkenntnis heraus hab ich mir vor einigen Jahren eine Abhilfe überlegt. Die Gute Nachricht ist: eigentlich ist schlechte Laune fast immer ein Zeichen, dass man sich wieder etwas mehr um sich selber kümmern darf/sollte. Dass man sich nicht wichtig genug genommen hat und vernachlässigt hat. Manchmal ist die schlechte Laune auch dadurch bedingt, dass im Außen etwas Negatives passiert ist oder etwas Positives nicht passiert ist. Man darf sich bei der Gelegenheit auch wieder einmal grundsätzlich hinterfragen und sich überlegen, ob es nicht besser wäre, sich nicht allzu sehr vom Außen abhängig zu machen... Sich auf sich selbst besinnen, es gut mit sich selber zu meinen und sich -an solchen Tagen ganz besonders- zu päppeln. Das Wort päppeln meine ich im Sinne von aufpäppeln. Etwas dafür tun, um die gute Laune, ein freudiges zufriedenes friedliches Gefühl im Inneren im wahrsten Sinne des Wortes wieder wachsen und erblühen zu lassen.


Wie gelingt das am Besten? Du solltest präpariert sein für solche Fälle von „und plötzlich war ich irgendwie schlecht drauf“. Die können nämlich auch den Positivsten unserer Mitmenschen sehr überraschend heimsuchen. Ich habe deshalb gleich mehrere Joker im Ärmel. Einer davon ist ein kleines Kärtchen im Geldbeutel. Darauf stehen um das Wort „Joker“ im Mindmapstil einige Dinge, die ich wirklich gern mache und die GARANTIERT meine Laune zumindest etwas heben. „Frische Luft/Waldspaziergang“ steht z.B. drauf oder Entspannt eine Tasse Tee trinken, wild tanzen zur Lieblingsmusik (zusammen mit lieben Menschen oder wenn Dich niemand sieht; gerne auch im eigenen Wohnzimmer), ein Essen, das die Seele nährt (damit meine ich nicht unbedingt Pommes und auch keine Schokolade; jeder von uns kennt Essen das glücklich macht - vielleicht das, das an Oma erinnert oder die gute alte selbstgemachte Hühnersuppe), sich in eine leere Kirche setzen... Weil der Platz auf dem kleinen Kärtchen in meinem Geldbeutel irgendwann ausgefüllt war und ich aber immer wieder neue Anregungen bekam, habe ich auf meinem Handy bei meinen Notizen eine Rubrik, die „Joker“ heisst und in die ich immer wieder gute Ideen ergänze.


Und das ist mein Tipp an Dich : legt Dir auch so eine Rubrik an oder leg Dir einen Joker-Zettel in den Geldbeutel weil... wenn man traurig ist, neigt man manchmal zu Frustkäufen ;-) Und Frustkäufe haben noch selten glücklich gemacht.


Vielleicht magst Du auch nur das Wort Joker auf den Zettel schreiben als Erinnerung, dass da im Handy was steht... Schreib auf, was Dir normalerweise gut tut (weil wenns uns schlecht geht, ist die Erinnerung an so was interessanterweise nicht so gut zugänglich) und notiere es gleich, wenn Dir etwas gut getan hat oder wenn Du irgendwo eine Idee aufschnappst oder von einer Freundin erzählt bekommst.... und dann wenn es Dir schlecht geht: Versuch dran zu denken, dass Du Deine Joker gesammelt hast, schau auf die Liste und such Dir aus Deinen Ideen was Gutes aus oder gleich mehrere Dinge. Gönne es Dir. Einfach so. Weil Du es verdient hast, dass es Dir gut geht! Es grüßt Euch ganz lieb

Eure Sonja